Der neue VW Touran

Der neue VW Touran: Den Tugenden treu geblieben

Bei einem neuen Sportwagen darf es gerne mal einen Aha-Effekt geben. Doch wer einen Kompaktvan will, setzt eher auf Tugenden wie Platz, Sicherheit, moderne Technik und eher schlichtes Design. So gesehen, hat VW beim neuen Touran alles richtig gemacht.

Der VW Touran ist ein Dauerbrenner, das erfolgreichste Modell seiner Klasse.

Der neue VWTouran wird grösser und leichter, orientiert sich optisch am VW Golf Sportsvan und hat natürlich neue Motoren sowie jede Menge Assistenzsysteme.

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Der VW Touran - bester Van seiner Klasse

Auch der neue VW Touran baut auf den modularen Quer-Baukasten (MQB) des VW-Konzern auf. Damit sind optional auch sieben Sitze möglich. Ja nach Ausführung ist er bis zu 62 Kilogramm Gewicht leichter, als das Vorgängermodell. Und dies, obwohl der neue VW Touran in der Länge um immerhin 13 Zentimeter auf 4,53 Meter zulegte. Der Radstand wuchs um 11,3 Zentimeter, was einen ordentlichen Platzgewinn für Passagiere und Gepäck mit sich bringt. Auch in der Breite legt der Touran zu.

In der fünfsitzigen Variante fasst der Kofferraum sogar wenn fünf Passagiere mitfahren immer noch bis zu 1040 Liter. Schön zudem, dass bei umgeklappter zweiter Reihe anders als beim Vorgänger, jetzt auch eine komplett ebene Ladefläche entsteht. Und dann passen zudem bis zu 1980 Liter in den vergrösserten Laderaum. Optional gibt es zudem das "Easy Open" genannte System, bei dem mit einer Fussbewegung unter dem Heck der Kofferraum geöffnet wird. Ausserdem stehen bis zu 47 verschiedene Ablagen zur Aufnahme der kleineren und größeren Dinge des Alltags zur Verfügung.

Design orientiert sich am Golf Sportsvan

Der Raumvorsprung ist auch dem Design geschuldet. VW versucht gar nicht erst, den Touran durch optische, sich aber letztlich negativ auf die Raumverhältnisse niederschlagende Tricks allzu sehr auf sportlich zu trimmen. Es bleibt bei den wichtigsten Insignien für einen echten Van: eine kurze Motorhaube, eine gerade Dachline und ein steiles Heck als Abschluss. Dass der neue Volkswagen trotzdem deutlich sportlicher und moderner wirkt, liegt sowohl am Grundlayout mit dem längeren Radstand und den kurzen Überhängen sowie an Feinarbeit etwa bei Leuchten oder an Karosseriefalten. Insgesamt ist die Orientierung an anderen neuen Fahrzeugen von VW – wie etwa dem VW Golf Sportsvan oder auch dem neuen VW Passat – mit ihrem horizontalen, die Breite betonenden Design sehr deutlich. Im Innenraum werden Elemente von VW Golf und VW Passat aufgenommen. Es gibt hochwertige Materialien und eine hervorragende Ergonomie.

Letztlich ist ein Kompaktvan ein Fahrzeug der Vernunft. Aber ein bisschen Unvernunft darf trotzdem mal sein. Zum Beispiel, wenn der Familienvater als Motorisierung den aus dem Golf GTD bekannte Diesel mit 190 PS wählt, oder den stärksten Benziner mit 180 PS. Zu diesen Motoren dürften auch die erstmals angebotenen sportlichen R-Pakete für Innen und Aussen am Besten passen. Die meisten Kunden werden sich jedoch für die mittleren Versionen entscheiden, vor allem für den 2,0-Liter-Diesel mit 150 PS oder eben den hubraum- und leistungsgleichen Benziner. Als Basismotorisierungen stehen in der Benzin- und in der Dieselversion Aggregate mit jeweils 110 PS zur Verfügung, je 5 PS mehr als beim Vorgänger. Sparsamster Antrieb ist der Einstiegsdiesel mit einem Verbrauch von 4,1 Litern, allerdings gemessen mit aufpreispflichtigem Siebengang-DSG. Sämtliche Motoren sind Vierzylinder, verfügen über Turbounterstützung und erfüllen natürlich die Euro-6-Norm.

Reich an Assistenzsystemen

Selbstverständlich gibt es auch die üblichen Assistenzsysteme, etwa einen Spur- und einen Abstandshalter, Notbremsfunktion und Hilfen für das Ein- und Ausparken. Auch Voll-LED-Scheinwerfer sowie ein Head-up-Display sind (gegen Aufpreis) im Angebot. Zudem denkt VW – so heisst es – erstmals über eine Allrad-Versionen nach, die mit den stärkeren Motoren kombiniert werden könnten. Spritsparende Blue-Motion-Versionen sowie die Pseudo-SUV-Variante Cross werden wohl nach und nach ebenfalls kommen. Spannender ist die Frage nach einem Plug-in-Hybrid. Auch den wird es in der Kombination mit einem 1,4-Liter-Benziner und einem Elektromotor geben. Angepeilte Leistung: etwa 220 PS. Angepeilter Verbrauch mit vollen Batterien: rund 2 Liter auf den ersten 100 Kilometern.